Interview mit Jan Webering von Sevenval über die neue Software FIT14

Geschrieben am 02/09/2014

Sevenval, der Entwickler von Webtechnologien, hat seinen Blick seit der Eigenständigkeit in diesem Jahr voll und ganz auf das Mobile Web gerichtet. Mit FIT14 präsentiert das Unternehmen jetzt eine Software für responsive Webprojekte, die durch eine modulare Bauweise mit einer einfachen, intuitiven Handhabung überzeugen will, wie CEO Jan Webering im Interview mit mobilbranche.de erläutert. “FIT14 führt weg von m-Dot-Sites hin zu One Web-Projekten, die über eine URL alle Geräte, Browser und Kanäle optimal bedienen können”, so Webering. “Das ist die richtige Antwort auf die aktuellen Frontend-Herausforderungen.” Die einheitliche URL soll den Komfort geräteübergreifend optimieren, wovon vor allem Mobilnutzer profitieren. “Der Nutzer erlebt eine hohe Performance”, verspricht der Sevenval-CEO. Auch die Entwicklung von Wearables Devices hat das Unternehmen im Blick. Diese stünde zwar noch am Anfang, aber das Potential sei hoch.

mobilbranche.de: Was ist denn so revolutionär an der neuen Software für responsive Webprojekte FIT14?

Jan Webering: Es war noch nie so einfach responsive Multi Device-Projekte umzusetzen und auf höchster Qualität zu betreiben wie mit FIT14. In den ersten Pilotprojekten wurde uns von externen Frontend-Entwicklern die intuitive Handhabung und Integration bestätigt. Zudem hatten die Entwickler viel weniger Sorgen, weil FIT14 vollständig modular ist: Alle Funktionen lassen sich ganz einfach ein- und ausschalten, sodass die Effekte auf die gesamte Infrastruktur jederzeit transparent sind. Dabei ist die Software in jeder Hinsicht kompatibel: Jedes Framework, E-Commerce System, und CMS kann genutzt werden. Nenne mir ein Tool deiner Wahl und ich sage dir, es ist kompatibel. Es werden nur Standard-Webtechnologien wie HTML5, Java-Script und CSS vorausgesetzt. FIT14 steht als Standard-Software zur Verfügung und ist in wenigen Minuten auf Entwickler-, Integrations- oder Produktionsumgebungen installiert. Damit macht FIT14 die Komplexität des “Moving Web” beherrschbar.

Das Web entwickelt sich rasant und unterscheidet heute nicht mehr zwischen Kanälen, Nutzungskontext oder Geräten. Inhalte und Services werden auf jedem Browser und Gerät abgerufen, geteilt, gesucht und genutzt. FIT14 führt weg von m-Dot-Sites hin zu One Web-Projekten, die über eine URL alle Geräte, Browser und Kanäle optimal bedienen können. Das ist die richtige Antwort auf die aktuellen Frontend-Herausforderungen. Außerdem wird das Web auch technisch kontinuierlich komplexer: Neue Technologien, verschiedenste Browser auf Nutzerseite und diverse Versionen von Android fragmentieren den Markt. Die User-Experience von responsiven Webseiten hat hier Ihre Achillesferse: Der Browser bildet das schwächste Glied in der Kette, weil es Tausende von Konfigurationen gibt, mit denen das Internet genutzt wird. Programmierer nennen den Browser deshalb oft „die bekannte Unbekannte“. Mit unserer Produktpalette können wir diese Vielfalt automatisch erkennen und Inhalte sowie Prozesse für jede Konfiguration automatisch optimieren.

mobilbranche.de: Welche Art von Wartungen werden von FIT14 für die Seitenbetreiber übernommen?

Jan Webering: Wir optimieren die Ausspielung von Content für diverse Geräte und deren Konfiguration. Der Kunde muss sich also nicht mehr darum kümmern, das seine Seite auf Desktops, Tablets und Smartphones bestens dargestellt wird. Bei der Erkennung eines Clients wird ein sogenannter Delivery Context erstellt. Dies ist eine spezifische Konfiguration von Browser, Betriebsystem-Version und Hardwarekomponenten. Es gibt tausende Kombinationen dieser Elemente – wer das von Hand optimieren möchte, widmet sich einer Sisyphos-Arbeit. Außerdem automatisieren wir Updates, so das auch die neuesten Geräte und deren Features optimal genutzt werden können. Da wir Hunderte von Webprojekten umsetzen, kennen wir die Bugs dieser Konfigurationen und können diese automatisch umgehen.

Mit Adaptive Components bieten wir außerdem eine Bibliothek an HTML-Anweisungen, die es zum Beispiel ermöglicht immer die neueste Form von Bildergalerien auf jedem Gerät bereitzustellen. Für unsere Kunden bedeutet dies Zukunftssicherheit, weil wir Tools entwickelt haben mit der sich Webprojekte an die schnelle Entwicklung des Frontends einfach und kostengünstig anpassen lassen. Durch die Kombination unser Tools ist es daher sehr einfach auch innovative Projekte mit neuen Geräteklassen wie Smartwatches, Datenbrillen oder Beacons umzusetzen.

mobilbranche.de: FIT14 soll die Betriebskosten von Webseiten erheblich senken. Welche Kosten kamen denn vor der Einführung auf Seitenbetreiber zu?

Jan Webering: Betriebskosten am Frontend sind stark unterschätzt, dabei können sie die Kosten für die Erstellung einer Webseite schnell übersteigen. Zu Wartungsaufgaben gehört: Monitoring der Client-Landschaft, Tests & Analyse von relevanten neuen Versionen, Anpassung der existierenden Lösung, Retest & Prüfung auf Nebeneffekte, Sicherstellen, dass vor lauter Ausnahmen & Sonderregeln das Frontend noch wartbar bleibt. Die Webseite muss also an neue Geräte angepasst werden oder in Kürze an iOS 8 oder an neue Features und Formate wie vor einiger Zeit das Webp für Bilder. Nutzer erwarten das neue Features sofort funktionieren, weil ihr neues Smartphone oder Tablet damit beworben wurde. Hohe Betriebskosten entstehen zudem durch Bugs, die beim Launch noch nicht existierten.

Häufig wird die Frontend-Erstellung noch als normales Projektgeschäft mit begrenztem Zeitraum gesehen. Doch heute ist man nach dem Launch nicht fertig. Einzelne Webseitenbetreiber sind mit diesen Aufgaben schnell überfordert. Die Zeit als man es mit einem marktbeherrschenden Browser und einem Smartphone zu tun hatte, sind nun mal vorbei. HTML als Living Standard entwickelt sich kontinuierlich weiter, Browser spielen automatisch Updates ein, Betriebssysteme werden fortlaufend aktualisiert, weil die Geräte ständig online sind. Beispiel: Ein iOS-Update verteilt sich innerhalb von zwei Wochen auf 80% der Nutzer und verändert die Landschaft der verwendeten Clients dramatisch. Heute geht es nicht mehr um drei oder vier Browser, sondern um Dutzende Browser-Versionen. Dazu kommt Hardware mit ganz unterschiedlicher Leistung.

mobilbranche.de: Was bedeutet Ihre neue Software für Mobile-Nutzer?

Jan Webering: Der Nutzer erlebt eine hohe Performance – auch auf komplexen Webseiten. Natürlich stehen ihm alle Features & Tricks für mobile Browser zur Verfügung, weil unter einer URL die maximale Experience für alle Nutzer geschaffen wird. Außerdem kann er reibungslos zwischen Geräten wechseln und beliebte Seiten weiterempfehlen, weil er stets die selbe URL nutzt.

mobilbranche.de: Auch Wearables und SmartTVs werden durch FIT14 abgedeckt. Welches Potenzial sieht Sevenval in diesen neuen Gerätegattungen?

Jan Webering: Das Potential ist hoch, aber noch stehen wir am Anfang wie vor einigen Jahren bei Smartphones. Neben Webseiten eignet sich FIT14, um Inhalte für einen neu aufbereiteten Kontext zur Verfügung zu stellen. Wir müssen dafür keine neue Schnittstellen im Core System schaffen und machen einen schnellen Launch möglich. Meine eigenen Tests mit Smartwatches, SmartTV oder Google Glass waren technisch spannend, in der Summe aber eher ernüchternd, wobei mir persönlich die Pebble Smartwatch am besten gefallen hat. Für mich bleibt abzuwarten, wer diese Geräte so entwirft, dass sie intuitiv Spaß machen und sinnvoll sind.

mobilbranche.de: Sevenval hat seinen Fokus von Mobile Advertising auf Mobile Web geändert. Warum war das nötig und wie erfolgreich ist diese Neuausrichtung?

Jan Webering: Sevenval hat immer schon Webtechnologie entwickelt und umgesetzt. Aber bis Ende letzten Jahres gehörten wir zu einer Unternehmensgruppe aus Berlin mit Fokus auf Mobile Advertising. Seitdem wir wieder eigenständig sind, können wir uns auf das konzentrieren, an das wir glauben. Mobile ist nur ein Zwischenschritt, heute und mit unserem neuen Produkt FIT14 richten wir uns auf One Web-Projekte aus: Web-Frontend mit maximaler Experience für den individuellen Client – egal auf welchem Gerät. Dies umfasst alle Maßnahmen für eine “Veredelung” des Frontends, von der Beschleunigung, der Verbesserung der Qualität und individuellen Anpassungen bis zur Senkung der Betriebskosten. Das Frontend ist die wichtigste Schnittstelle jeder E-Commerce- oder CMS-Lösung, denn es ist die Schnittstelle zum Kunden.

 

(Quelle: mobilbranche.de)

 

mobilbranche.de/2014/09/interview-jan-webering

 

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